Viele Wildkräuter wachsen bei uns in den Wäldern, auf Wiesen oder manchmal sogar im Garten. Oft sind wir uns Ihrer aussergewöhnlichen Wirkung nicht bewusst und tun sie als einfache Pflanze oder gar Unkraut ab. Dabei haben viele Wildkräuter erstaunliche Wirkungen und können leicht in die Alltagsküche integriert werden. Achten Sie bei Ihrem nächsten Waldspaziergang unbedingt auf diese Pflanzen.
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Gänseblümchen
Gänseblümchen findet man praktisch ganzjährig auf sonnigen Wiesen. Sie eignen sich zur Behandlung leichter Kratzer oder bei Insektenstichen. Dazu werden die Blätter und Blüten zerquetscht. Der ausgetretene Saft dämpft Juckreiz, unterstützt den Heilungsprozess und kühlt.
Dieses Wildkraut ist zudem essbar und kann z.B. als Dekoration von Salaten oder Suppen verwendet werden. Gänseblümchen regen den Stoffwechsel an und liefern Mineralstoffe und Vitamine.
Giersch
Giersch ist eines der ältesten Wildgemüse und dient in der Volksmedizin als Mittel gegen Rheuma und Gicht. Dieses Wildkraut ist reich an Vitaminen und Mineralstoffen und wird schon seit Urzeiten von den Menschen genutzt.
Verwenden Sie die jungen Blätter roh im Salat oder die Grösseren wie Spinat, als Einlage in einer Kräutersuppe oder Kräuterlimonade. Die Blüten eignen sich als Würze in Kräutersalz, als Kräuteröl oder – essig. Die Samen können im Brot eingebacken werden. Die Blätter können gequetscht auch als Auflage auf schmerzende Stellen aufgetragen werden und verhelfen so ebenfalls gegen Rheuma und Gicht.
Spitzwegerich
Die Schleimstoffe des Wegerichs bilden bei Husten einen Schutzfilm in den angegriffenen Atemwegsorgangen. Ein Sirup aus diesem Wildkraut hilft bei Husten und Bronchitis reizmildernd und entzündungshemmend. Bei Insektenstichen wird das Spitzwegerich-Blatt verrieben und auf die gereizte stelle gelegt und verhilft so zu rascher Linderung.
Spitzwegerich kann auch gegessen werden. Sein Geschmack erinnert an Steinpilz und kann in Salaten, Suppen oder z.B. als Pesto zubereitet werden.
Löwenzahn ist viel mehr als ein Unkraut. Sobald Sie diese Wildpflanze besser kennen, werden Sie sie zu schätzen wissen.
Löwenzahn
Wer sich mit Wildkräutern auskennt weiss, Löwenzahn ist von den Blüten bis zu den Wurzeln essbar. Die Pflanze regt den Stoffwechsel an, reinigt das Blut und bringt den Organismus in Schwung. Die enthaltenen Bitterstoffe beeinflussen zudem Magen, Darm, Leber, Galle, Bauchspeicheldrüse und Milz positiv. Die Verdauungssäfte und der Fettstoffwechsel werden angeregt und wirken somit entgiftend.
Blüten können zur Dekoration verwendet werden, der Saft aus den Stängeln wird gegen Warzen und Insektenstichen auf der Haut aufgetragen oder die getrockneten Wurzeln werden zu verdauungsförderndem Kaffee.
Brennnessel
Die Brennnessel hat nicht den Besten Ruf. Praktisch jeder hat sich schon an diesem Wildkraut «verbrannt». In getrocknetem oder gekochtem Zustand verlieren die Brennhaare jedoch ihre Wirkung. Die Brennnessel eignet sich insbesondere als Tee z.B. in Form einer Kur. Der Tee wirkt aufgrund der enthaltenen Flavonoide und dem Kalium harntreibend. Die Nieren können somit leichter entgiften. Brennnessel ist zudem ein hervorragender Eisenlieferant. Dank des enthaltenen Vitamin C wird die Eisenaufnahme begünstigt.
Bärlauch
Wenn die Saison im Frühling losgeht, riecht man den Bärlauch oft schon von Weitem. Das Wildkraut enthält viel Eisen, Vitamin C, Senfölglykoside und schwefelhaltige ätherische Öle, welche die Blutgefässe positiv beeinflussen.
Sammeln Sie Bärlauch unbedingt vor der Blüte, denn danach verliert er an Geschmack. Die Blütenknospen können z.B. eingelegt wie Kapern ebenfalls gegessen werden. Bärlauch können Sie in Suppen, im Salat und Saucen zum Würzen verwenden. Aber Vorsicht: Bärlauch sieht einigen sehr giftigen Pflanzen ähnlich.
Gehen Sie das nächste mal wachsam durch den Wald - vielleicht können Sie dann den einen oder anderen Wildkräuter Schatz mit nach Hause nehmen.
Quellen:
srf.ch
naturzyt.ch